Überschattet von massiven Fanprotesten ist Hertha BSC gegen den Herbstmeister Schalke 04 mit einem Unentschieden in die Rückrunde der 2. Fußball-Bundesliga gestartet. Im Berliner Olympiastadion kamen beide Teams nicht zu Toren und so endete das Spiel mit 0:0. Die Königsblauen ließen damit die Chance ungenutzt, sich an der Tabellenspitze weiter nennenswert abzusetzen. Hertha verpasste die Gelegenheit, den Rückstand auf Relegationsplatz auf zwei Punkte zu verkürzen.
Durch das Remis vergrößerte die Mannschaft von Trainer Miron Muslic den Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Elversberg lediglich auf vier Punkte. Für Hertha BSC bleiben die Aufstiegsplätze weiter in Reichweite – auch wenn es das vierte Spiel ohne Sieg in Serie war. Mit nun 29 Punkten halten die Berliner Kontakt zur Spitzengruppe.
Hertha-Fans verlassen nach 20 Minuten die Ostkurve
Beim Prestigeduell im ausverkauften Olympiastadion war eine besondere Atmosphäre erwartet worden – diese blieb jedoch aus. Die Fanhilfe Hertha BSC kündigte kurz vor Anpfiff an, dass die aktive Fanszene das Stadion nach Spielbeginn verlassen werde.

Als Grund nannte sie „massive Polizeigewalt“ vor dem Spiel. Hertha BSC bestätigte einen „Zwischenfall mit der Polizei und unseren Fans vor der Ostkurve“. Auch der FC Schalke 04 teilte auf X mit: „Es wird vorerst keinen organisierten Support aus der Schalker Kurve geben.“
Aus sportlicher Sicht verzeichnete Hertha die ersten guten Möglichkeiten. Marten Winkler und Michael Cuisance kamen kurz hintereinander zum Abschluss, scheiterten jedoch jeweils an Schalkes Schlussmann Loris Karius. Insgesamt blieb die erste Halbzeit arm an Höhepunkten: Den Berlinern fehlte die letzte Abstimmung, während Schalke nur selten mit Nachdruck in den Strafraum kam.


