Die Europameisterschaft beginnt für die deutsche Handball-Nationalmannschaft am Donnerstag (20.30 Uhr) mit einem Duell gegen Österreich. Matthes Langhoff von den Berliner Füchsen dürfte dabei sein Turnierdebüt geben. Und so langsam, sagte der 23-Jährige erst jüngst dem RBB, erreiche ihn die Aufregung: „Ich spüre ein leichtes Kribbeln.“
Drux und Wiede als Vorbilder
Er sei sich nicht sicher gewesen, ob er es am Ende in den finalen Kader schaffen würde, verriet der linke Rückraumspieler. Dabei scheint er lediglich dem Weg zu folgen, den Bob Hanning ihm und Mitspieler Nils Lichtlein schon 2017 aufgezeigt hatte, als er die beiden damals 15-Jährigen mit Paul Drux und Fabian Wiede verglichen hatte – beide langjährige Leistungsträger der Füchse und erfolgreiche Nationalspieler, die wie Langhoff schon in den U-Mannschaften der Berliner Erfolge feierten. „Wir geben beide unser Bestes, um in ihre Fußstapfen zu treten“, sagte der Turnierneuling.
Auf Vereinsebene funktioniert das bisher schon ganz gut. Langhoff, der etwa 130 Kilometer nördlich von Berlin in Neubrandenburg geboren ist und beim SV Fortuna Neubrandenburg lernte, Handball zu spielen, wechselte bereits in der B-Jugend zu den Füchsen nach Berlin. In der Saison 2020/21 gab er sein Profidebüt. Wenige Jahre später trug er seinen Teil zur Meisterschaft 2025 bei, indem er den Offensivleuten seines Teams bei gegnerischem Ballbesitz Luft verschaffte und half, die Defensive zu sichern. In dieser Saison sammelt er als Vertreter des verletzten Lasse Andersson auch vorne Pluspunkte im Kampf um die wenigen Plätze im DHB-Kader. Im Dezember stellte er mit zehn Toren gegen Hannover-Burgdorf seinen persönlichen Torrekord auf. Insgesamt traf er in der laufenden Saison 56-mal.
