Der 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende scheint für den 1. FC Union Berlin nicht der erhoffte Befreiungsschlag gewesen zu sein. Bei der 0:1-Niederlage in Gladbach enttäuschen die Eisernen auf ganzer Linie. Die Beteiligten nahmen im Anschluss kein Blatt vor den Mund und sparten nicht mit Selbstkritik. Die Stimmen zum Spiel!
Janik Haberer: Die Niederlage ist verdient, weil wir einfach kein gutes Spiel gemacht haben. Wir hatten nach vorne fast gar keine Aktionen, Gladbach war viel gieriger und wollte den Sieg mehr. In der zweiten Halbzeit hat sich ein Tor vom Gegner mehr und mehr angebahnt, schon vor dem Elfmeter hatten sie ein oder zwei richtig gute Möglichkeiten. Es ist unser Anspruch, auch gegen die Mannschaften Punkte zu holen, die mit uns auf Augenhöhe sind. Gegen die Teams, die in der Tabelle oben stehen, kriegen wir es hin, aber ansonsten tun wir uns schwer. Das ist ein leidiges Thema in dieser Saison.
Rani Khedira: Das war wahrscheinlich unsere schlechteste Saisonleistung. Vielleicht haben wir schon in der Trainingswoche einen Tick nachgelassen, in der man sich eigentlich ein gutes Gefühl und die richtigen Abläufe erarbeitet. Unser Energielevel war sehr gering und wir haben Gladbach durch einfache Fehler immer wieder stark gemacht. Andrej Ilic ist vorne unser klarer Zielspieler, natürlich hat er uns gefehlt (Sperre nach fünfter Gelber Karte; Anm. d. Red.). Die Niederlage an seinem Fehlen festzumachen ist mir aber zu billig.
Steffen Baumgart (auf der Pressekonferenz): Das war von uns in vielen Belangen ein komplett enttäuschendes Spiel. Es ist auch eine persönliche Enttäuschung. Sie merken, ich bin noch gar nicht in der Analyse des Spiels, weil das heute nicht wir waren. Du kannst Spiele verlieren, du kannst Spiele auch in letzter Minute verlieren, aber nicht auf die Art und Weise. Der Elfmeter war ein Elfmeter und es war richtig, dass der VAR eingegriffen hat.


