Ex-Unioner schon begnadigt

Der Fall Kevin Behrens zeigt: Gewalt von Fußballprofis immer wieder folgenlos

Kevin Behrens spielt nach seinem tätlichen Angriff auf einen Mitspieler munter weiter. Die Leistung  überwiegt den menschlichen Ausfall – wie so oft im Fußball.

Kevin Behrens ist nicht der einzige Profifußballer, dem schnell vergeben wurde.
Kevin Behrens ist nicht der einzige Profifußballer, dem schnell vergeben wurde.Pius Koller/imago

Gibt es eigentlich Konsequenzen für Fußballspieler? Echte, drastische Konsequenzen? In den europäischen Topligen spielen etliche Männer, die beschuldigt werden oder wurden, gewalttätig gewesen zu sein, meistens gegenüber Frauen, oft geht es um sexuelle Gewalt. Stets gibt es einen Aufschrei, wie schlimm das alles sei, der aktuelle Klub zieht Konsequenzen oder eben immer öfter auch nicht. Schlimmstenfalls muss ein neuer Verein her, bei dem sich die Spieler rehabilitieren können. Teilweise gab es Gerichtsverfahren, Verurteilungen scheitern oft. Häusliche Gewalt ist eben schwer zu beweisen.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar