Reaktionen der Union-Fans

Bundesliga-Rückkehr von Urs Fischer: „Fällt schwer, zu akzeptieren“

Nach mehr als zwei Jahren kehrt Urs Fischer als Trainer in die Bundesliga zurück. Sein Engagement bei Mainz 05 findet nicht jeder auf Anhieb gut.

Urs Fischer trainiert ab sofort den FSV Mainz 05. Die Rheinhessen übernimmt er auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga.
Urs Fischer trainiert ab sofort den FSV Mainz 05. Die Rheinhessen übernimmt er auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga.Revierfoto/IMAGO

Seit Sonntag ist das Bundesliga-Comeback von Urs Fischer perfekt. Die Trainerlegende des 1. FC Union Berlin, die den Verein zwischen 2019 und 2023 in nur vier Jahren von der Zweiten Bundesliga in die Champions League führte und damit für den größten Erfolg der Klubgeschichte sorgte, übernimmt das Traineramt beim FSV Mainz 05. Die Rheinhessen, die sich vergangene Woche von Bo Henriksen getrennt haben, belegen nach 13 Spieltagen mit nur sechs Punkten den letzten Tabellenplatz.

Unter den Mainzer Fans, aber auch bei den Anhängern der Köpenicker, weckt das Engagement von Fischer gemischte Gefühle. „Willkommen zurück in der Bundesliga, lieber Urs! Auch wenn es schwerfällt, zu akzeptieren, dass du nicht noch mal zurückkommst ... Einmal Unioner, immer Unioner“, schreibt ein Nutzer auf X und garniert seinen Kommentar unter der offiziellen Mainzer Verkündung mit einem roten und weißen Herzen. „Ihr wisst gar nicht, wie sehr mir das wehtut“, schreibt ein weiterer Fan, dessen Post mit drei gebrochenen Herzen versehen ist.

In Mainz erwartet Urs Fischer eine echte Herkulesaufgabe. Nach einer ganz starken Vorsaison, in der sich der Verein letztlich sogar für die Conference League qualifizierte, geht seit Beginn der Spielzeit nicht viel. Lediglich die Partie in Augsburg (4:1) wurde gewonnen, ansonsten reiht sich fast ausnahmslos Negativerlebnis an Negativerlebnis. Der 59-Jährige ist also zunächst als Feuerwehrmann gefragt. Ob er das kann?

„Beste Nachricht des Tages: Urs Fischer übernimmt die Cheftrainerposition bei Mainz 05“, heißt es in einem Post. „Die Spiele von uns werden jetzt zwar unglaublich langweilig, aber Defensivfußball ist genau das, was wir brauchen“, bezieht sich ein anderer Kommentar darauf, dass Fischer bei Union zwar keinen begeisternden Offensivfußball spielen ließ, dafür aber über viele Jahre maximalen Erfolg hatte.

Das erste Spiel führt Fischer, der in der Schweiz den FC Basel zu Titeln führte, am Donnerstag (21 Uhr) in der Conference League zu Lech Posen. Drei Tage später geht es am Sonntag (17.30 Uhr) in der Bundesliga zu Tabellenführer FC Bayern. Das große Wiedersehen mit seinem vorherigen Arbeitgeber gibt es am 10. Januar. Da empfängt der 1. FC Union Berlin den FSV Mainz 05 im Stadion An der Alten Försterei. Aller Voraussicht nach geht es für beide Teams dann im hoch spannenden Abstiegskampf um wichtige Punkte.