Bis zum Saisonende setzen die Verantwortlichen des 1. FC Union Berlin ihr Vertrauen voll in Marie-Louise Eta. Die 34-Jährige wird die Mannschaft nicht nur beim anstehenden Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr), sondern auch in den darauffolgenden vier Partien anleiten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Eta bei einem erfolgreichen Verlauf ihrer Interimszeit länger bei den Männern bleiben darf, parallel schaut sich Manager Horst Heldt aber auch nach anderen Kandidaten um. Nach Informationen der Berliner Zeitung führt eine erste Spur in die Zweite Bundesliga.
Dort befindet sich Christian Eichner auf Abschiedstournee beim Karlsruher SC. Der 43-Jährige ist derzeit der dienstälteste Trainer der Zweiten Bundesliga. Seit Februar 2020 steht er bei den Badenern an der Seitenlinie, am Saisonende werden sich die Wege allerdings trennen. Im Verlauf der Saison hatte es beim KSC immer wieder Unstimmigkeiten gegeben, beispielsweise wurde Eichners langjähriger Co-Trainer Zlatan Bajramovic von seinen Aufgaben entbunden.

Eichners Ziel, daraus hat er nie einen Hehl gemacht, ist die Bundesliga. Bereits vor zwei Jahren war er als Nachfolger von Fabian Hürzeler beim FC St. Pauli im Gespräch. Der Aufstiegstrainer ging in die Premier League zu Brighton & Hove Albion, in Hamburg wurde er letztlich aber von Alexander Blessin beerbt.
Eine erste Kontaktaufnahme vonseiten der Köpenicker zu Eichner soll es bereits gegeben haben, der Trainer möchte aber keine voreilige Entscheidung treffen. Auf Rang acht hat der Karlsruher SC als eine der wenigen Mannschaften in der Zweiten Bundesliga nichts mehr mit dem Auf- oder Abstieg zu tun, Eichner würde mit einer frühzeitigen Bekanntgabe keine Unruhe provozieren.



