Per Leihe in Köpenick

1. FC Union: Stanley Nsoki gibt sich kämpferisch vor Rückkehr nach Hoffenheim

Stanley Nsoki spielt beim 1. FC Union Berlin bisher keine große Rolle. Das könnte sich im Sommer ändern, wenn Diogo Leite den Verein verlässt.

Im Stadion An der Alten Försterei bisher ein seltenes Gesicht: Stanley Nsoki (beim Schuss).
Im Stadion An der Alten Försterei bisher ein seltenes Gesicht: Stanley Nsoki (beim Schuss).imago

Stanley Nsoki spielt beim 1. FC Union Berlin noch nicht ganz die Rolle, die er sich vorgestellt hatte. Der Innenverteidiger ist im vergangenen Sommer per Leihe von 1899 Hoffenheim nach Köpenick gewechselt. So richtig oft haben ihn die Fans im Stadion An der Alten Försterei allerdings noch nicht gesehen, bisher spielte der Franzose überhaupt erst viermal für die Eisernen in der Bundesliga. Trotzdem sagte er am Mittwoch im Rahmen einer Medienrunde: „Ich bin glücklich bei Union Berlin.“

Nsoki lässt sich über möglichen Verbleib beim 1. FC Union Berlin nicht in die Karten schauen

Seine Perspektive könnte sich in der kommenden Saison ändern. Diogo Leite wird seinen Vertrag aller Voraussicht nach nicht verlängern, sodass für die Position als linker Innenverteidiger ab Sommer nur noch Tom Rothe als Konkurrent infrage käme. Der jedoch spielt lieber und besser auf der linken Schiene – die Ausgangslage wäre für Nsoki bei einer festen Verpflichtung ideal. Kommentieren wollte er dieses Gedankenspiel nicht. „Ich fokussiere mich nur auf den Moment“, lachte er. Ob er schon vor der Saison mit einem Wechsel der Portugiesen und dadurch mit mehr Spielzeit gerechnet habe? „Jeder will spielen, aber es bringt nichts, darüber zu spekulieren, wer vielleicht wechseln könnte“, so Nsoki.

Im Moment muss er Steffen Baumgart von seinen Qualitäten überzeugen und Einsatzzeiten sammeln. „Vielleicht könnte ich mehr Minuten bekommen, aber ich muss geduldig bleiben“, sagte er. Seine Startschwierigkeiten konnte Nsoki ebenfalls erklären: „Ich hatte Probleme mit Verletzungen, und die anderen haben es gut gemacht. Manchmal braucht es eine Weile, bis man sich an das Team angepasst hat.“ Trotzdem blickt er optimistisch auf die verbleibende Rückrunde: „Wir haben einen klaren Plan und bei dem bleiben wir. Wenn ich spiele, versuche ich, mein Bestes zu geben und den Trainer und das Team zufriedenzustellen.“

Extramotiviert gegen die TSG 1899 Hoffenheim

In diesem Jahr gelang ihm dies sogar als Einwechselspieler auf der linken Schiene. Beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart zeigte er ungeahnte Fähigkeiten im Dribbling und als Flankengeber, als er den Ausgleichstreffer von Woo-yeong Jeong vorbereitete.

Am kommenden Sonnabend könnte Baumgart auf den Gedanken kommen, Nsoki von Anfang an aufzubieten. Denn dann dürfte der 26-Jährige nochmal zusätzlich motiviert sein, spielen die Eisernen doch bei Nsokis Stammverein, der TSG Hoffenheim. Drei Spielzeiten lang lief er für die Sinsheimer auf. „Es wird besonders werden, weil ich dort drei Jahre gespielt habe. Sie sind ein gutes Team. Sie haben jetzt auch eine gute Teamchemie, die ist vielleicht besser als vorher.“ Das ist gut möglich, immerhin steht die TSG derzeit auf dem dritten Platz in der Bundesliga. In der Vorsaison waren sie 15. geworden. Trotz des Aufwärtstrends der Gegner am Wochenende ist er zuversichtlich: „Wenn du gegen Union spielst, wird es für jeden Gegner unangenehm. Wir können gewinnen.“