Debatte

Zurück zu alten Tugenden: Mut, Wille und Tat

Vom sozialliberalen BRD-Zeitgeist zur woken Lähmung: Ohne einen mentalen Paradigmenwechsel kann Deutschland seine Zukunft vergessen.

Was wollen wir und was nicht: Erneut stellt sich die Frage nach den Prioritäten.
Was wollen wir und was nicht: Erneut stellt sich die Frage nach den Prioritäten.Unai Huizi/imago

Die vielleicht höchste Entwicklungsstufe des BRD-Zeitgeists wurde in den 1970ern meinungsdominant, alternativ sozialliberal oder linksliberal genannt. Paten waren nur vordergründig die Bonner SPD-FDP-Koalitionen nach 1969. Eigentlicher Träger der Bewegung war ein amalgames Milieu von weitgehend bürgerlichem Habitus, doch keineswegs bourgeoisem Selbstverständnis. Ganz im Gegenteil, es fühlte modern, zeit- und wirtschaftswundergemäß. Es drängte sich in den besseren Wohnlagen der Großstädte, und zu seinem Zentralorgan wurde eine Hamburger Wochenzeitung (weniger das Wochenmagazin), die in Fragen des guten Geschmacks ebenso stilbildend wirkte wie in Fragen des guten Gewissens.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar