Debatte

Statt AfD-Parteiverbot: Politikern droht Verlust des passiven Wahlrechts

Justizministerin Hubig: Niemand hat die Absicht, eine „Lex Höcke“ zu erlassen. Oder sieht das Establishment eben darin seine Chance? Ein Kommentar.

Der Nachwuchspolitiker Jasper Griebel bewirbt sich auf der schleswig-holsteinischen Gründungsveranstaltung der neuen AfD-Jugendorganisation für die Position des Landesvorsitzenden.
Der Nachwuchspolitiker Jasper Griebel bewirbt sich auf der schleswig-holsteinischen Gründungsveranstaltung der neuen AfD-Jugendorganisation für die Position des Landesvorsitzenden.Markus Scholz/dpa

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. Seit Walter Ulbricht wissen wir, wie tiefenentspannt Politiker lügen können. Es hat auch niemand die Absicht, eine „Lex Höcke“ zu erlassen. So sagt es jedenfalls Justizministerin Stefanie Hubig. Im Gespräch mit der Osnabrücker Zeitung kündigte sie an, dass Bürgern, die wegen Volksverhetzung zu mehr als sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt werden, die Aberkennung des passiven Wahlrechts droht.

Berliner Zeitung

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