Debatte

Nicht in Nobels Sinn: Der Friedensnobelpreis als politischer Wertepreis des Westens

Politisch motivierte Preisverleihungen folgen einer etablierten westlichen Werte- und Sympathielogik – fern den Vorgaben des Stifters. Ein Gastbeitrag.

Friedensnobelpreisträger nicht für Taten, sondern für Worte: Barack Obama, ehemaliger Präsident der USA
Friedensnobelpreisträger nicht für Taten, sondern für Worte: Barack Obama, ehemaliger Präsident der USAJane Barlow/Press Association

Der Friedensnobelpreis gilt als moralische Instanz. Doch viele der Entscheidungen der letzten Jahrzehnte zeigen ein Muster, das selten öffentlich diskutiert wird. Der Preis entfernt sich nicht zufällig vom Geist Alfred Nobels – er tut es, weil das Nobelkomitee politisch zusammengesetzt ist oder von Politikern dominiert wird, die eine politische Agenda verfolgen.

Berliner Zeitung

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