Bundesnachrichtendienst

Hans-Georg Maaßen im Interview: „Es reicht teilweise, Regierungspolitik zu kritisieren, um ins Visier zu geraten“

Vom Verfassungsschutzpräsidenten zum Beobachtungsobjekt: Hans-Georg Maaßen über den BND, den Corona-Ursprung, US-Abhängigkeit und politische Einflussnahme.

Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen blickt skeptisch auf die Entwicklung des Bundesnachrichtendienstes (BND).
Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen blickt skeptisch auf die Entwicklung des Bundesnachrichtendienstes (BND).Bernd von Jutrczenka/dpa

Skandale, Affären und der Ruf besonderer Intransparenz begleiten den Bundesnachrichtendienst (BND) seit Jahrzehnten – von kontroversen Abhörpraktiken bis hin zur engen Zusammenarbeit mit ausländischen Diensten und Journalisten. Zum 70-jährigen Bestehen am 1. April fällt die Bilanz entsprechend ambivalent aus: zwischen sicherheitspolitischer Notwendigkeit und anhaltendem Misstrauen.

Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen blickt im Interview kritisch auf den deutschen Auslandsgeheimdienst. Er zeichnet das Bild eines Dienstes, der aus seiner Sicht an Handlungsspielraum eingebüßt hat, zunehmend von Partnern abhängig ist und sich in einem Spannungsfeld aus politischer Steuerung, rechtlichen Grenzen und operativer Realität bewegt.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar