Israel-Debatte

Streit um Gysi: Wie die Linke über Antisemitismus zerstritten ist

Drohungen in der Linksjugend, der Antisemitismusbeauftragte tritt aus, Streit um Gysis Interview: Die Israel-Debatte radikalisiert Teile der Linken. Und kostet sie Glaubwürdigkeit.

Sören Pellmann (l.) und der Linke-Parteivorsitzende Jan van Aken
Sören Pellmann (l.) und der Linke-Parteivorsitzende Jan van AkenKay Nietfeld

„Man kann nicht erklären, Antisemitismus existiere in der eigenen Partei nicht, während gleichzeitig antisemitische Narrative verbreitet oder geduldet werden“, schreibt Andreas Büttner in seiner Austrittserklärung, die der Berliner Zeitung vorliegt. Der Antisemitismusbeauftragte verlässt die Linke nach einem Beschluss, der den „real existierenden Zionismus“ ablehnt – also nicht Israels Politik kritisiert, sondern die Idee eines jüdischen Staates infrage stellt. Auch Gregor Gysi kritisiert parteiinternen Israel-Hass.

Berliner Zeitung

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