Meinung

Nicht Gerhard Schröder spaltet, sondern die Obrigkeit und ihr Feindbild

Die politische Klasse will nicht hören, dass Russen keine Barbaren sind. Sie pflegt ihr Feindbild. Der Ex-Bundeskanzler stört sie dabei. Ein Kommentar.

Heimtückischer Spalter oder Freund des gesunden Menschenverstands: der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)
Heimtückischer Spalter oder Freund des gesunden Menschenverstands: der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)Julian Stratenschulte/dpa

Die Berliner Zeitung druckt Gerhard Schröder – Skandal! Postwendend moniert der Außenminister des fernen Estlands, am Finnischen Meerbusen russischer Willkür ausgeliefert, den „heimtückischen Versuch“ des Altkanzlers, Europa zu spalten. Offensichtlich hat der estnische Außenminister von Europa keine hohe Meinung. Oder ist Schröders Warnung vor einer Dämonisierung der 143 Millionen Russen und ihres Staats wirklich ein Grund, sich um den Kontinent zu sorgen? Vielleicht weil er obendrein behauptet, Russland sei kein ewiger Feind.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar