Dass die USA die Welt mit Bomben übersäen, ist nichts Neues. Seit 1945 greift die selbsternannte Weltpolizei immer wieder und das Völkerrecht ignorierend in Konflikte rund um den Globus ein. Der Koreakrieg, der Vietnamkrieg, die Interventionen im Irak, in Afghanistan oder Libyen gehören zu den prägenden Kapiteln der amerikanischen Außenpolitik der vergangenen Jahrzehnte.
Neu ist jedoch der Ton, mit dem diese Politik inzwischen begleitet wird. Lange Zeit wurden militärische Interventionen von einem vertrauten rhetorischen Muster begleitet: Kriege wurden mit Demokratie, Menschenrechten oder der Sicherheit der internationalen Ordnung begründet. Selbst wenn es offensichtlich und ausschließlich um strategische und/oder ökonomische Interessen ging, präsentierten US-Regierungen ihre Entscheidungen als moralische Pflicht.

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