Der Kampf um Syrien

Neue Kämpfe, alte Fronten: Warum Aleppo wieder im Zentrum des Syrienkriegs steht

Neue Kämpfe erschüttern Aleppo. Kurdische Gebiete, syrische Truppen, türkisch unterstützte Milizen und internationale Akteure treffen aufeinander – die Zivilbevölkerung zahlt den Preis.

Angehörige der syrischen Regierungstruppen übernehmen das Viertel Achrafieh von kurdischen Kämpfern, nachdem sie es drei Tage lang belagert haben.
Angehörige der syrischen Regierungstruppen übernehmen das Viertel Achrafieh von kurdischen Kämpfern, nachdem sie es drei Tage lang belagert haben.Ghaith Alsayed/AP/dpa

„Die Situation ist sehr schlecht, es ist wie 2012, als der Krieg hier in Aleppo begann.“ Diese Nachricht erreichte die Autorin wenige Tage vor Weihnachten von einem Bekannten aus Aleppo. Am späten Nachmittag des 22. Dezembers hatten plötzlich Kämpfe zwischen „den kurdischen Kämpfern und der syrischen Administration“ begonnen, wie Herr E. berichtet, der im Stadtteil Aschrafieh lebt. Mörsergranaten flögen hin und her, eine sei in unmittelbarer Nähe seiner Wohnung explodiert. Das Haus habe gewackelt. Herr E. weiß nicht, was geschieht. Später habe er im Fernsehen gehört, dass beide Seiten eine Waffenruhe vereinbart hätten. „Wir beten“, sagt Herr E.

Berliner Zeitung

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