Geopolitik

Droht ein Militäreinsatz der USA? Das steckt hinter Trumps Aussagen zum Panamakanal

Der designierte US-Präsident will den Panamakanal  unter die Kontrolle Washingtons bringen – notfalls mit Zwang. Der Handelskonflikt mit China spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine Analyse.

Der designierte US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf den Panamakanal.
Der designierte US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf den Panamakanal.Getty Images/AFP

Die Drohungen von Donald Trump, den einst von den USA erbauten Panamakanal zwischen Pazifik und Atlantik wieder unter eigene Kontrolle zu bringen, haben weltweit für Aufsehen gesorgt. In dem mittelamerikanischen Land diskutieren Politiker, wie sie die für den Staat wichtige Wasserstraße besser schützen können. In anderen Teilen der Welt fragen sich Experten, wie ernst Trumps Drohungen nur wenige Tage vor dessen Amtsantritt zu nehmen sind.

Gleich bei zwei Gelegenheiten hatte Trump, der am 20. Januar zum zweiten Mal ins Weiße Haus in Washington einziehen wird, den Anspruch der Vereinigten Staaten auf die wichtige Wasserstraße untermauert. Zuletzt wollte er gar einen Militäreinsatz zum Zweck der Wiederaneignung nicht ausschließen. Kurz vor Weihnachten hatte Trump erklärt, die USA würden bei der Nutzung des Panamakanals „abgezockt“ – „so wie wir überall abgezockt werden“.

Berliner Zeitung

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