Iran-Krieg

Iran nach Chamenei: Eine Führung im Dauerkrisenmodus – und doch nicht am Ende

Proteste, Wirtschaftskollaps, Krieg und nun der Tod von Ali Chamenei. Dennoch bleibt die Islamische Republik stabil. Woran liegt das? Eine Analyse.

Auch nach dem Tod von Ali Chamenei zeigt sich die Islamische Republik widerstandsfähiger, als viele Prognosen es erwarten.
Auch nach dem Tod von Ali Chamenei zeigt sich die Islamische Republik widerstandsfähiger, als viele Prognosen es erwarten.Umar Farooq/imago

Alle paar Jahre erklären Analysten, Iran sei am Rande des Zusammenbruchs. 2009 die Grüne Welle, 2019 Erschossene auf den Straßen nach der Benzinpreiserhöhung, 2022 „Frau, Leben, Freiheit“. Nun die Welle vom Dezember 2025, die größte in ihrer Opferzahl in der gesamten Geschichte der Islamischen Republik, und dann die israelisch-amerikanischen Schläge vom 28. Februar 2026 und der Tod des Obersten Führers Ali Chamenei. Und jedes Mal hält das System stand. Nicht weil es stark ist, sondern weil die Opposition schwach ist und die inneren Widersprüche des Landes sich nicht zu einer revolutionären Koalition zusammenfügen.

Berliner Zeitung

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