Frauen in der Ukraine sind zu den führenden Kräften im Widerstand gegen die Zwangsmobilisierung geworden, die weithin als „Busifizierung“ bekannt ist. Damit ist die Praxis gemeint, Männer auf offener Straße festzunehmen, sie in Kleinbusse zu zerren und zu Territorialen Rekrutierungszentren (TCK) zu bringen, wo sie häufig unter Druck gesetzt werden, Einberufungspapiere zu unterschreiben.
In den sozialen Netzwerken sind inzwischen Videos aus allen Teilen des Landes zu sehen, die zeigen, dass Frauen die Hauptakteurinnen dieses Widerstands sind. Meist handelt es sich um gewöhnliche Passantinnen, die auf Hilferufe oder sichtbare Gewalt reagieren. Die Frauen schreien, filmen und ziehen Menschenmengen an, um das, was sie als eklatante Menschenrechtsverletzungen wahrnehmen, publik zu machen. Wenn das nicht ausreicht, stellen sie die Einberufungsbeamten lautstark zur Rede, werfen ihnen Machtmissbrauch vor und sagen, sie erledigten die „Drecksarbeit“ der Behörden und schickten junge Männer in den „sicheren Tod“.

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