Aufstand gegen die Mullahs

Exil-Iraner: „Jubel für Reza Pahlavi ist Ausdruck völliger Hoffnungslosigkeit“

Hamid Nowzari kämpfte gegen die Monarchie und die Islamisten. Er warnt vor einer Wiederholung der Geschichte unter umgekehrten Vorzeichen.

Treffen mit Hamid Nowzari vom Verein iranischer Flüchtlinge
Treffen mit Hamid Nowzari vom Verein iranischer FlüchtlingeMarkus Wächter/Berliner Zeitung

Ein Name taucht im Zusammenhang mit der Iran-Krise auf, den viele in den Geschichtsbüchern nachschlagen müssen: Der im US-Exil lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi heißt genau wie sein 1979 von der Islamischen Revolution vom Pfauenthron gestürzter Vater. Der iranische Schah herrschte als Verbündeter der USA und Israels mit eiserner Faust. Sein Sohn gilt nun als Galionsfigur des iranischen Aufstandes gegen die Mullahs. Die Bilder von 2026 gleichen denen von 1978 unter umgekehrten Vorzeichen. Es ist zum Augenreiben. Hamid Nowzari leitet den Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin und vertritt seit Jahrzehnten die Belange der Exil-Iraner. Er kämpfte gegen den Schah und floh 1980 vor den Mullahs. Wie steht er zu Reza Pahlavi II.?

Berliner Zeitung

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