Türkei

Erdogans Iran-Kalkül: Zwischen Nato, Nachbarschaft und Öl

Iranische Raketen zielen auf die Türkei. Gleichzeitig darf ein türkisches Schiff die blockierte Straße von Hormus passieren. Ankara schweigt – aber hinter der Stille steckt eine Strategie.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan setzt auf Deeskalation im Iran-Konflikt – und versucht, wirtschaftlich davon zu profitieren.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan setzt auf Deeskalation im Iran-Konflikt – und versucht, wirtschaftlich davon zu profitieren.Mustafa Kamaci/Imago/Tur

Die Nato hat am Freitag eine aus dem Iran gestartete ballistische Rakete abgefangen, die auf die Türkei zusteuerte. Es war bereits der dritte Vorfall dieser Art seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar.

Noch am selben Tag teilte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloglu mit, dass ein türkisches Schiff als eines der wenigen mit iranischer Genehmigung die blockierte Straße von Hormus passiert habe. Attacke auf die Türkei, Handel mit dem Iran – beides an einem Tag.

Berliner Zeitung

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