Störfeuer

DDR-Geschichte bleibt Pflichtstoff im Unterricht – Ende gut, alles faul

Dass die DDR-Geschichte in Berlins Oberstufe beinahe zur freiwilligen Option geworden wäre, ist kein Betriebsunfall. Es zeugt von einem Schulsystem, das permanent reformiert wird und immer weniger weiß, was es vermitteln soll

„Man muss sich ja folgende Frage stellen: Wie kam man ausgerechnet in Berlin auf die Idee, die Beschäftigung mit der DDR-Geschichte der Freiwilligkeit zu überantworten?“
„Man muss sich ja folgende Frage stellen: Wie kam man ausgerechnet in Berlin auf die Idee, die Beschäftigung mit der DDR-Geschichte der Freiwilligkeit zu überantworten?“Ute Grabowsky/imago

Die Verordnung des Bildungssenats überraschte: Demnach sollte die deutsche Teilung für Berliner Schüler in der gymnasialen Oberstufe kein Pflichtstoff mehr sein. Nach den Plänen der Bildungsverwaltung sollte Geschichte in der Oberstufe künftig nur noch in den ersten beiden Kurshalbjahren verbindlich belegt werden. Nationalsozialismus und Weimarer Republik sollten in diesen Halbjahren behandelt werden. Die späteren Kurshalbjahre, in denen im Berliner Lehrplan die deutsche Teilung, die DDR und im Anschluss Erinnerungskultur und Aufarbeitung thematisiert werden, sollten nicht mehr verpflichtend sein.

Berliner Zeitung

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