Interview

Ofarim-Verteidiger: Höckes Anwalt wird angefeindet, RAF-Anwälte interessieren niemanden – das ist paradox

Anwalt und Autor Alexander Stevens über brisante Fälle und prominente Mandanten: Er erklärt, wieso er Weidel nicht verteidigen kann und warum man Opfern nicht leichtfertig glauben sollte. 

Alexander Stevens: „Prominente wählen mich auch deswegen aus, weil ich Erfahrung im Umgang mit den Medien habe.“
Alexander Stevens: „Prominente wählen mich auch deswegen aus, weil ich Erfahrung im Umgang mit den Medien habe.“Markus Wächter/Berliner Zeitung

Mord und Totschlag begegnen uns täglich im Fernsehen, im Buchhandel oder in den Podcast-Charts. Das Interesse an Kriminalfällen und an den Menschen, die unvorstellbare Taten begehen, ist groß. Hobbykommissare versuchen, die Psyche und Motive eines Täters zu ergründen. Anwälte verfolgen in der Aufarbeitung eines Falls nur ein Ziel – das bestmögliche Ergebnis für ihren Mandanten herauszuholen.

Steigt das öffentliche Interesse, wächst der Druck, der auf den Schultern der Verteidiger und Richter lastet. Strafverteidiger Alexander Stevens erklärt im Interview mit der Berliner Zeitung, wieso er zunehmend „gegen Windmühlen kämpft“, juristische Erfolge in der öffentlichen Wahrnehmung ganz anders bewertet werden und welche Abwägungen er bei der Wahl seiner Mandanten treffen muss.

Berliner Zeitung

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