Ostdeutschland

Zwischen Plattenbau und Pool: Was aus einstigen DDR-Hotels im Osten geworden ist

Viele Hotels im Osten blenden ihre DDR-Vergangenheit aus – doch riesige FDGB-Bauten, Plattenbau-Ikonen und Lost Places erzählen sie weiter. Eine Spurensuche.

Erbaut in den Achtzigern, in klassischer Plattenbauweise: Das Ahorn Seehotel Templin fällt auf.
Erbaut in den Achtzigern, in klassischer Plattenbauweise: Das Ahorn Seehotel Templin fällt auf.Kerstin Dölitzsch

Ursprünglich wurde das Ahorn Hotel & Resort in Templin in den 1980er-Jahren als FDGB-Heim „Friedrich Engels“ erbaut. Es war das größte Investitionsvorhaben des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) – mit 1368 Betten, Schwimmhalle und Sauna. Der damalige FDGB-Vorsitzende Harry Tisch übergab das Haus, in klassischer Plattenbauweise errichtet, 1984 seiner Bestimmung, mitsamt Tanzcafé auf der Dachterrasse.

Nach dem Mauerfall erfolgte der Umbau, die Bettenzahl wurde auf weniger als 500 reduziert. 2000 übernahm es die Hotelgruppe Albeck & Zehden und es verfügte über drei Sterne. Markant an dem Bau ist die großflächige Pop-Art-Kunst auf der Fassade, eines der größten Fassadenkunstwerke Europas mit einer Fläche von mehr als 12.000 Quadratmetern.

Berliner Zeitung

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