Wenn Christoph Maria Herbst auf dem roten Teppich erscheint, erwartet man keinen Hollywood-Glamour, sondern akkurat gebügelte Fremdscham. Und tatsächlich – zur Premiere des neuen „Stromberg“-Films am Montagabend in Berlin betritt der Mann, der das Büro-Ekel zum Kult gemacht hat, die Bühne in einem grauen Anzug, der so viel Understatement verströmt wie die Kantine der Capitol-Versicherung nach der Mittagspause.
Kein Schrei nach Aufmerksamkeit, eher ein seufzendes „Bin halt da, ne“. Hier kommt der dienstälteste Abteilungsleiter des deutschen Fernsehhumors. Und auch die anderen Gäste der Premiere verströmten wenig Glanz oder Witz, und wenn, dann an der falschen Stelle. Aber sehen Sie selbst – in unserer Stilkritik zum Premierenabend im Zoo Palast.

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