Der Januar ist kein Monat der großen Versprechen. Er kommt still daher, mit kalten, ruhigen Morgen, klarem Licht und dem leisen Bedürfnis, es nach all der festlichen Üppigkeit ein wenig ruhiger angehen zu lassen.
Ein paar Verrückte schmieden wilde Neujahrsvorsätze, was nach Gans, Raclette, Plätzchen und Schaumwein nachvollziehbar ist. Bei ausgeglichenen Menschen stellt sich jedoch weniger der Drang nach radikaler Askese ein als vielmehr ein sanfter Wunsch, wieder kontrollierter zu essen. Leichter und bewusster, aber ohne den Genuss aus dem Blick zu verlieren. Genau hier liegt die große Chance dieses oft unterschätzten Monats. Denn der Januar ist kulinarisch weit besser aufgestellt, als sein Ruf vermuten lässt.

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