Berlin

Rufe aus dem Gefängnis Moabit: Wie ein Spaziergang meine Sicht auf den Kiez veränderte

Wie ein unbelebter Klotz liegt ein Gefängnis im Herzen unserer Stadt. Doch hinter den Gitterstäben rührt sich was, wie unser Autor nun erlebte.

Das ist Moabit: Wer an den zentralen Stadtteil denkt, denkt vor allem ans Gefängnis.
Das ist Moabit: Wer an den zentralen Stadtteil denkt, denkt vor allem ans Gefängnis.Imago

Ich wohne in einem Stadtteil, der wirklich bemerkenswert ist. Und der von allen Berlinerinnen und Berlinern, die eben nicht dort wohnen, trotzdem nur selten bemerkt wird.

Vielleicht liegt es daran, dass Moabit so schlecht zu erreichen ist; kaum S- und U-Bahn-Stationen gibt es hier, von dem am Rand gelegenen Hauptbahnhof führen nur Busse in erstaunlich spärlichem Takt in die Wohnstraßen hinein. Oder es liegt daran, dass es in der ganzen Gegend keine überangesagten Kieze gibt, keine herausragenden Shoppingmeilen, keine Partyzonen. Irgendwie, so scheint es mir, ist Moabit trotz seiner zentralen Lage ein vergessener Stadtteil.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar