Die Zeit der Kauf- und Warenhäuser ist wohl vorbei. Bereits 2009 meldete Karstadt Insolvenz an, sechs Jahre später fusionierte die Kette mit Kaufhof – und ging 2020 erneut pleite. Vor zwei Jahren folgte aufgrund gestiegener Mieten und kriselnder Eigentümerstrukturen dann das KaDeWe mit einer Insolvenz, und Mitte 2024 schloss nach Monaten des gefühlt nicht enden wollenden Schlussverkaufs die Galeries Lafayette an der Friedrichstraße.
Doch während Karstadt Kaufhof und das KaDeWe weiterhin in belebten Gegenden Berlins angesiedelt sind, litt die Galeries Lafayette zuletzt vor allem unter ihrer Umgebung: Statt einer gesunden Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit dominieren auf dem mittleren Teil der Friedrichstraße seit Jahren vor allem Büros und hochpreisige Einzelhandelsgeschäfte.
Auf der Achse zwischen dem weltberühmten Grenzübergang Checkpoint Charlie und dem Bahnhof Friedrichstraße fehlt es an urbaner Vielfalt. Stattdessen: halbherzige Versuche einer Verkehrsberuhigung und großräumige Konzeptlosigkeit bis hin zur historischen Mitte rund um den Gendarmenmarkt.

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