Die Nachricht des Journalisten Elad Simchayoff auf X lässt keinen Raum für Interpretation:
„Liebe Berliner, es ist euer Verlust.
Nachdem das Personal belästigt und bedroht wurde und anti-israelische Demonstranten die Betriebsabläufe wiederholt gestört haben, schließt das Berliner Restaurant „Gila and Nancy“ des israelischen Star-Kochs Eyal Shani endgültig.“
Die Website des Restaurants ist zwar noch akiv, Buchungen können allerdings nicht mehr vorgenommen werden. Auch der Instagram-Account des Lokals wurde offenbar bereits deaktiviert.
Dear people of Berlin, it's your loss.
— Elad Simchayoff (@Elad_Si) April 28, 2026
After staff were harassed and threatened, and anti-Israeli protesters repeatedly disrupted its operations, Israeli celebrity chef Eyal Shani's Berlin restaurant 'Gila and Nancy' is closing for good. pic.twitter.com/SKuIFIIoSQ
Bereits die Neueröffnung des Restaurants stand unter keinem guten Stern. Nach anti-israelischen Protesten vor dem Ladenlokal in Mitte wurde die Eröffnung im Herbst vergangenen Jahres verschoben.
Im Zentrum der Kritik stand Shanis Geschäftspartner Sharar Segal, ehemaliger Sprecher der umstrittenen israelisch-amerikanischen Gaza Humanitarian Foundation (GHF). Eine zweite geplante Eröffnung Mitte August scheiterte dann an technischen Problemen. Doch Shani hielt unbeirrt an seinem Wunsch fest, auch in Berlin zu kochen.
Der„ kochende Philosoph“
Im Oktober war es dann soweit. Eyal Shani eröffnete des „Gila und Nancy“. Der Star-Koch gilt als Wegbereiter der modernen israelischen Küche und zählt neben Yotam Ottolenghi und Uri Buri zu den einflussreichsten Köchen seines Landes. Statt der im Nahen Osten typischen Klassiker wie Hummus oder Falafel serviert der 66-jährige Starkoch schlichte, aber raffinierte Gerichte. Wegen seiner puristischen, beinahe meditativen Art zu kochen wird Shani mitunter als „kochender Philosoph“ bezeichnet.
