Kulinarik

DDR-Kochbuch-Ikone: Nachlass von Ursula Winnington geht nach Dresden

Ursula Winnington schrieb über Esskultur und Rezepte aus aller Welt, ihre Bücher erreichten Rekordauflagen. Ein Jahr nach ihrem Tod geht ihr Nachlass nun ans Deutsche Archiv der Kulinarik.

Ursula Winnington in ihrer Wohnung im Jahr 2022
Ursula Winnington in ihrer Wohnung im Jahr 2022Monika Skolimowska/dpa

Lilly Böhm schrieb im vergangenen Jahr einen längeren Beitrag über ihre berühmte Großmutter – die 1928 in Wandlitz geborene Journalistin und Kochbuchautorin Ursula Winnington. Die Enkelin beschreibt, wie ihre Oma die DDR-Küche aufmischte, weil sie für weltoffene, experimentierfreudige und moderne Gerichte stand. Winnington selbst hat einmal gesagt: „Es war mein Ehrgeiz, zu zeigen, dass man mit dem, was es in der DDR gab, hervorragend kochen konnte.“

Die Enkelin beschreibt es so: „Meine Oma war eine, wenn nicht die Koryphäe, wenn es um extravagantere und internationale Küche ging. Sie bot ihrer Leserschaft außer Rezepten, die mit dem vergleichsweise überschaubaren Warenangebot zu machen waren, kulturhistorische Anekdoten und Wissenswertes zur Esskultur aus aller Welt. Ihre Küche war zwangsläufig saisonal und regional, aber das mit möglichst viel Abwechslung.“

Berliner Zeitung

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