Berlin-Bashing

„Bleibt gern in Süddeutschland“: Wie die SZ gegen Berlin stichelt – und sich blamiert

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung wird die Hauptstadt aufs Gröbste gescholten. Doof nur, dass selbst die eigene Leserschaft das ewige Berlin-Bashing satt ist.

Laut der SZ ist der gegenwärtige Verwahrlosungsgrad der Hauptstadt selbst für Berliner Verhältnisse überraschend.
Laut der SZ ist der gegenwärtige Verwahrlosungsgrad der Hauptstadt selbst für Berliner Verhältnisse überraschend.Gerd Engelsmann

Wann hat es eigentlich angefangen, dieses Berlin-Bashing? Keine Stadt in Deutschland hat einen so schweren Stand wie die Hauptstadt, wenn es um ihre eigene Reputation geht. Man könnte fast sagen, dass es zum guten Ton gehört, Berlin schlecht zu finden. Und zugegebenermaßen liefert die Stadt dafür auch reichlich Anlass.

Mal ist es der sich türmende Sperrmüll vor Hauseingängen, der liebevoll mit „Zu verschenken“-Schildern versehen ist, mal der Flughafen mit seinen diversen Funktionsbeeinträchtigungen – oder aber das saisonale Verwaltungsversagen, wenn spiegelglatte Gehwege wieder einmal zum Genickbruch einladen und bei 35 Grad in Bus und Bahn die Klimaanlage ausfällt. Diese Stadt ist sicher vieles, aber keinesfalls makellos.

Dabei sind es meist die (Wahl-)Berlinerinnen und Berliner selbst, die über den Zustand ihrer Stadt meckern. Doch was passiert, wenn sich eine Zeitung zu dieser Meinung hinreißen lässt, deren Sitz Hunderte Kilometer entfernt liegt?

Berliner Zeitung

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