Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht, aber die Feiertage haben mich faul gemacht. Zwischen Braten, Käsefondue, Rotwein, Filmabenden und Gesprächen auf der Couch – mit echten und selbstgewählten Familienmitgliedern – treibt es einen tagsüber raus zu einem Verdauungsspaziergang, bei dem man ein geöffnetes Café sucht, um erneut etwas zu trinken oder zu essen. Wenigstens waren die meisten Spaziergänge nicht nur von Eiseskälte, sondern auch von Sonnenschein begleitet.
Die Zeit zwischen den Jahren verschwimmt zu einer Suppe, in der man manchmal eher weiß, welcher Weihnachtsfeiertag als welcher Wochentag ist. Spätestens mit dem anliegenden Wochenende ist sie dann ganz verloren. Einige meiner Freunde sind mit ihren Familien irgendwo zwischen Bayern und Barcelona, andere sind hiergeblieben, um ebendiesen Familienfesten aus dem Weg zu gehen. Die Meinung, dass Berlin über Weihnachten menschenleer sei, stimmt jedenfalls nicht. Die Bahnen sind so voll, dass selbst der miesepetrigste Berliner lernen kann: Es leben wirklich „noch“ Leute hier, und für viele Zugezogene ist Berlin mehr Heimat als anderswo.

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