Stadt Łódź in Polen

Zoo startet „Racheaktion“ zum Valentinstag: Kakerlake nach Ex benennen und verfüttern

Der Zoo in der polnischen Stadt Łódź hat eine ungewöhnliche Valentinstags-Aktion gestartet. Besucher können eine Kakerlake nach ihrem Ex-Partner benennen.

Die Kakerlaken sollen an Erdmännchen verfüttert werden.
Die Kakerlaken sollen an Erdmännchen verfüttert werden.Jens Büttner/dpa

Ein polnischer Zoo hat eine ungewöhnliche Spendenaktion gestartet. Zum Valentinstag können Besucher des Orientarium Zoo in der polnischen Stadt Łódź eine Madagaskar-Fauchschabe nach ihrem Ex-Partner benennen und anschließend dabei zusehen, wie ein Erdmännchen das Insekt verspeist.

Die Einnahmen der Aktion, die laut einem Bericht des polnischen Senders TVP World erstmals 2023 durchgeführt wurde, fließen nach Angaben des Zoos in den Artenschutz. In der Vergangenheit hatten weitere Zoos, unter anderem in den USA in England, ähnliche Aktionen durchgeführt.

Aktion sorgt für Belustigung und Kritik

Interessierte können sich zwischen drei verschiedenen Paketen entscheiden. Für 50 Złoty (etwa 12 Euro) erhalten Teilnehmer ein elektronisches Adoptionszertifikat und können der Kakerlake einen Namen geben. Wer 150 Złoty (rund 36 Euro) zahlt, bekommt zusätzlich ein Foto vom Moment der Verfütterung. Das VIP-Paket für 300 Złoty (ca. 72 Euro) ermöglicht es, die nach dem Ex benannte Schabe unter Aufsicht des Zoopersonals selbst an ein Erdmännchen zu verfüttern.

Der Zoo bewirbt die Kampagne auf Facebook als Möglichkeit, „symbolisch ein Kapitel abzuschließen“ und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Das Werbevideo des Zoos, in dem eine Frau eine große Kakerlake aus einem Gehege voller Insekten fischt, wurde laut TVP World seit der Veröffentlichung vor einigen Tagen mehr als 750.000 Mal aufgerufen.

Auch die Stadt Łódź machte auf ihrem Facebook-Account auf die Aktion aufmerksam und rief die Bevölkerung dazu auf, Ex-Partner zu „recyceln“, statt ihre Posts auf Instagram zu verfolgen. „Das ist das einzige Mal, dass dein Ex wirklich jemandem nützlich sein könnte – als knuspriger Snack“, heißt es in dem Post.

Im Netz zeigten sich viele Nutzer amüsiert. „Es ist schade, einer Kakerlake wehzutun. Schließlich hat sie mir nichts getan“, schrieb ein Nutzer. „Oder kann man die Kakerlake verschonen und stattdessen seinen Ex dem Erdmännchen geben?“, hieß es in einem weiteren Kommentar. Einige andere zeigten sich jedoch nicht überzeugt von der Aktion. „Wäre es nicht besser, eine Therapie zu machen?“, fragte ein weiterer Nutzer.