Bei einem Wohnungsbrand in Berlin-Spandau ist in der Nacht zum Mittwoch ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Berliner Feuerwehr mitteilte, war eine Wohnung im vierten Obergeschoss eines Gebäudes im Ortsteil Falkenhagener Feld komplett in Brand geraten.
Die schwer verletzte Person wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zwei weitere Bewohner erlitten leichte Verletzungen.
Die Wohnung im vierten Obergeschoss des Hauses in der Stadtrandstraße stand laut Feuerwehr bei Eintreffen der Einsatzkräfte im Vollbrand. Die Flammen wurden mit einem sogenannten C-Rohr – einem Löschschlauch mittlerer Größe – von innen bekämpft und unter Kontrolle gebracht. Da sich Rauch im Treppenhaus ausbreitete, mussten mehrere Wohnungen teils gewaltsam geöffnet und kontrolliert werden.

50 Bewohner aus dem Haus evakuiert
Wegen der großen Zahl von fast 50 betroffenen Bewohnern – darunter pflegebedürftige und bewegungseingeschränkte Menschen – löste die Feuerwehr das Alarmstichwort MANV aus, das bei einem Massenanfall von Verletzten greift.
Die BVG stellte zwei Busse zur vorübergehenden Unterbringung der Evakuierten bereit. Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte vor Ort, wie die Feuerwehr berichtete. Drei Freiwillige Feuerwehren wurden zusätzlich in den Dienst gerufen. Der Energieversorger schaltete das Gebäude stromlos.
Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.


