Die deutsche Wirtschaft hat 2025 nach zwei Rezessionsjahren wieder ein kleines Wachstum erzielt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 0,2 Prozent über dem Vorjahr, kalenderbereinigt bei 0,3 Prozent.
Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker handelt es sich um eine sehr frühe Schätzung, die auf einer noch unvollständigen Datenbasis beruht. Entsprechend könne sich die Entwicklung im Zuge weiterer Berechnungen noch verschieben.
Nur der Konsum treibt die Konjunktur
Getragen wurde das geringe Wachstum vor allem von den Konsumausgaben. Sowohl private Haushalte als auch der Staat gaben 2025 deutlich mehr aus als im Vorjahr. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt demnach um 1,4 Prozent, der Staatskonsum sogar um 1,5 Prozent.
Demgegenüber blieb die Investitionstätigkeit schwach. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken insgesamt um 0,5 Prozent. Besonders deutlich gingen die Investitionen in Maschinen und Anlagen zurück. Das sei bereits das dritte Jahr in Folge ein Rückgang. Auch die Bauinvestitionen liegen seit vier Jahren im Minus.
Zudem nahm der deutsche Handelsüberschuss weiter ab. Die Exporte gingen erneut leicht zurück, während die Importe deutlich stärker wuchsen. Damit wirkte der Außenhandel dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.


