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Warnstreik trifft Berlinale: Kinobeschäftigte legen während Filmfestival die Arbeit nieder

Mitten in den Filmfestspielen ruft die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte der Kinokonzerne CineStar und UCI zum Warnstreik auf. Auch das Berlinale-Spielhaus Cubix am Alexanderplatz ist betroffen.

Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 12. bis 22. Februar 2026 statt.
Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 12. bis 22. Februar 2026 statt.Soeren Stache

Während Berlin im Glanz der Filmfestspiele erstrahlt, wollen Kinobeschäftigte am Samstag die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter der Kinokonzerne CineStar und UCI in mehreren deutschen Städten zum Warnstreik aufgerufen. In der Hauptstadt trifft der Ausstand auch den Berlinale-Betrieb: Die Belegschaft des Cubix am Alexanderplatz, wo Festivalfilme gezeigt werden, soll die Arbeit ruhen lassen. Für 16 Uhr ist dort eine Streikkundgebung geplant.

Verdi-Verhandlungsführer Andreas Köhn machte die Motivation hinter dem Arbeitskampf deutlich: „Glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen passen nicht zusammen." Während sich die Hauptstadt im Scheinwerferlicht der Berlinale präsentiere, kämpften viele Kinobeschäftigte weiterhin für existenzsichernde Löhne, so Köhn.

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 2500 Kinobeschäftigten einen Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde. Das liegt deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn.

Streiks in mehreren Bundesländern

Der Warnstreik beschränkt sich nicht auf Berlin. Auch in Leipzig, Frankfurt und Mainz sind Beschäftigte zum Ausstand aufgerufen. Welche konkreten Auswirkungen die Arbeitsniederlegungen auf den Spielbetrieb haben werden, ist derzeit noch unklar.

In einer öffentlichen Erklärung wandten sich die Streikenden direkt an das Kinopublikum: „Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig." Die Beschäftigten erklärten, dass sie mit großem Engagement für das Kinoerlebnis der Gäste sorgten – und dafür gute Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Bezahlung benötigten.