Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz im brandenburgischen Jüterbog hat sich ein Waldbrand über Nacht ausgeweitet. Wegen alter Munition im Boden können die Einsatzkräfte nicht direkt an die Flammen heran, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtete.
Das Feuer war nach Informationen des Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel am Freitag gegen 14 Uhr nordwestlich des Ortsteils Altes Lager ausgebrochen. Zunächst seien rund 2,5 Hektar betroffen gewesen, was etwa dreieinhalb Fußballfeldern entspreche. Mittlerweile breitete sich der Brand deutlich aus. Die Feuerwehr sprach laut RBB von einem ausgedehnten Waldbrand mit weithin sichtbarer Rauchentwicklung.
Feuerwehr kann Brand nicht aktiv bekämpfen
Eine aktive Bekämpfung des Feuers ist nach Angaben der Feuerwehr nicht möglich, weil die Fläche mit Munition belastet ist. Die Einsatzkräfte können nicht direkt an die Flammen heran. Zeitweise seien bis zu zwölf Löschfahrzeuge vor Ort im Einsatz gewesen, hieß es. In der Nacht habe ein Fahrzeug samt Besatzung die Lage beobachtet.
„Wir gehen davon aus, dass es sich im schlimmsten Fall noch über mehrere Tage hinziehen kann“, sagte Stadtbrandmeister Rico Walentin. Der Waldbrandschutzbeauftragte in Brandenburg sprach am Nachmittag von einer betroffenen Fläche von mehr als 30 Hektar.
Die Feuerwehr muss an den Rändern des betroffenen Gebietes warten, bis das Feuer an sogenannte Brandschutzstreifen herankommt. Entweder es gehe dann von allein aus oder wir löschen, sagte Walentin. In dem Gebiet ist ein Netz von Schutzstreifen angelegt, die eine Ausbreitung von Bodenfeuern stoppen sollen. Das Feuer soll dann auf Sand sozusagen „auslaufen“.
Eine Sprecherin der Feuerwehr sagte dem RBB am Freitagnachmittag: „Die Rauchentwicklung ist sehr stark“. Aufgrund der Wetterlage sei bereits am Freitag mit einer weiteren Ausbreitung gerechnet worden. Anwohner in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark wurden von der Feuerwehr aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzustellen.


