Treffen nächste Woche

Friedensnobelpreis im Gepäck: Trump könnte bei Treffen Geschenk von Machado bekommen

Trump könnte bei einem wohl geplanten Treffen mit Venezuelas Oppositionspolitikerin Machado ein besonderes Gastgeschenk bekommen. Derweil sagt der US-Präsident eine geplante weitere Angriffswelle ab.

US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Wird er doch noch in Besitz eines Friedensnobelpreises kommen?
US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Wird er doch noch in Besitz eines Friedensnobelpreises kommen?Alex Brandon/AP

Bei einem offenbar geplanten Treffen mit Donald Trump könnte die venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado dem US-Präsidenten ihren Friedensnobelpreis überreichen. Das geht aus einem Interview des US-Senders Fox News mit Trump hervor. „Nun, ich verstehe, dass sie irgendwann nächste Woche kommt, und ich freue mich darauf, sie zu begrüßen“, sagte Trump in einem aufgezeichneten Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity, das am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde.

Machado, die im vergangenen Jahr den renommierten Nobelpreis gewann, hatte später gesagt, Trump hätte ihn „wirklich verdient“. Auf die Frage bei Fox News, ob er Machados Nobelpreis annehmen würde, falls sie ihn ihm überreiche, antwortete Trump: „Ich habe gehört, dass sie das möchte. Das wäre eine große Ehre.“ Weiter fügte er hinzu, er habe acht Kriege beendet und hätte eigentlich für jeden einzelnen einen Friedensnobelpreis verdient gehabt.

Vor einigen Tagen hatte Machado ebenfalls bei Fox News gesagt: „Ich würde ihm auf jeden Fall gerne persönlich sagen können, dass wir – das venezolanische Volk, denn dies ist ein Preis des venezolanischen Volkes – ihm den Preis überreichen und mit ihm teilen möchten.“

Venezuelas Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado
Venezuelas Oppositionspolitikerin Maria Corina MachadoFederico Parra/AFP

Trump hat seine Ambitionen auf den Friedensnobelpreis nie verborgen und aktiv für die Auszeichnung geworben. In einem kürzlichen Interview mit NBC News wies er einen Bericht der Washington Post zurück, wonach er Machado nach der Festnahme Maduros nicht zur „Anführerin Venezuelas ernannt“ habe, weil sie den Nobelpreis gewonnen hatte.

„Sie hätte ihn nicht gewinnen dürfen“, sagte Trump zuvor. „Aber nein, das hat nichts mit meiner Entscheidung zu tun.“ In der vergangenen Woche sagte er gegenüber Reportern, es werde „sehr schwierig für [Machado] sein, eine Führungspersönlichkeit zu sein, weil sie im Land weder über Unterstützung noch über Respekt verfügt“.

Ein Vertreter von Machado bestätigte das geplante Treffen gegenüber dem US-Sender NBC News zunächst nicht. Auch das Weiße Haus gab vorerst keine weiteren Einzelheiten bekannt.

Trump: Zweite US-Angriffswelle auf Venezuela gestoppt

Unterdessen teilte der US-Präsident mit, dass die derzeitige Zusammenarbeit mit Venezuela so gut sei, dass eine eigentlich „geplante zweite US-Angriffswelle“ gegen das Land ausbleiben werde. Alle Schiffe des US-Militärs blieben jedoch aus Gründen der Sicherheit und des Schutzes in der Region.

„Die USA und Venezuela arbeiten gut zusammen, insbesondere beim Wiederaufbau ihrer Öl- und Gasinfrastruktur in einer deutlich größeren, besseren und moderneren Form“, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social und lobte auch die jüngst erfolgte Freilassung von politischen Gefangenen.

Zuvor hatte er sich in einem Interview mit dem Onlineportal NBC News erstmals zu Amerikas Plan für Venezuela nach dem großangelegten Angriff und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro geäußert. Dabei machte er deutlich, dass er in dem südamerikanischen Land vorerst keine Neuwahlen zulassen will. „Wir müssen das Land zuerst reparieren. Man kann keine Wahl abhalten. Es gibt keine Möglichkeit, dass die Menschen überhaupt abstimmen könnten“, sagte er mit Blick auf die kommenden 30 Tage.