Die Bundeswehr hat bestätigt, dass das Minenjagdboot „Fulda“ der Deutschen Marine am kommenden Montag von Kiel aus in Richtung Mittelmeer auslaufen wird. Das wurde laut der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mitgeteilt. Die Verlegung dient der Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs.
Die „Fulda“ werde aus einem laufenden Nato-Einsatz in Nord- und Ostsee herausgelöst, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Derzeit werde das Boot mit einer Besatzung von bis zu 45 Soldaten für den Einsatz ausgerüstet. Die Überführungsfahrt werde nach Angaben des Ministeriums rund zwei Wochen dauern. Im Mittelmeer solle der Minensucher in einen Nato-Einsatz eingegliedert werden, das genaue Aufgabengebiet werde anschließend festgelegt.
Vorausstationierung soll Zeit sparen
Eine Sprecherin des Ministeriums hatte bereits am Wochenende erklärt, durch die Vorausstationierung werde „wertvolle Zeit“ gespart, um die im Bündnis anerkannten Minenjagd-Fähigkeiten der „Fulda“ schnell in den Einsatz bringen zu können, sobald die von der Bundesregierung festgelegten Voraussetzungen erfüllt seien. Für einen tatsächlichen Einsatz in der Straße von Hormus ist ein Mandat des Deutschen Bundestags erforderlich.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte den Schritt am Samstag in der Rheinischen Post angekündigt. „Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen“, sagte er. Als Bedingung für einen Einsatz in der Region nannte er „zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen“.

