Infolge eines Warnstreiks stellen die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER den Passagier-Flugbetrieb am Mittwoch vollständig ein. Betroffen seien 445 Abflüge und Landungen mit rund 57.000 Passagieren, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg mit. Der Streik soll um 5 Uhr beginnen und bis Mitternacht dauern.
Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten des Berliner Flughafen BER für Mittwoch zum Streik aufgerufen. Verdi nannte als Grund die „Blockadehaltung der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen“.
Die Arbeitgeber hätten in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, „das die Tarifkommission als nicht-verhandlungsfähig zurückgewiesen hat“, hieß es weiter.
Das Angebot der Arbeitgeber sieht laut einer Mitteilung von Verdi eine Tariferhöhung ab Juli 2026 von einem Prozent, ab Juli 2027 von 1,5 Prozent und ab Mai 2028 von einem Prozent mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2028 vor.
Nächste Verhandlungsrunde ist angesetzt
„Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch. Wer den Beschäftigten über mehrere Jahre hinweg praktisch nur ein Prozent mehr Lohn pro Jahr anbietet, während die Lebenshaltungskosten steigen, zeigt keinerlei Wertschätzung für ihre Arbeit“ erklärt der ver.di Verhandlungsführer Holger Rößler.
Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg über mehr Geld für rund 2000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt.


