Tarifstreit

Verdi stellt klar: Doch kein Streik im Brandenburger ÖPNV am Donnerstag

Am Montag teilt die Gewerkschaft mit, dass die Beschäftigten ihre Arbeit niederlegen werden. Doch die Gewerkschaft entschließt sich doch, an den Verhandlungstisch zu kommen.

Verdi hat sich entschieden, den ÖPNV in Brandenburg am Donnerstag doch nicht zu bestreiken.
Verdi hat sich entschieden, den ÖPNV in Brandenburg am Donnerstag doch nicht zu bestreiken.Georg Moritz/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat mitgeteilt, dass der öffentliche Personennahverkehr am kommdenden Donnerstag nicht bestreikt wird. Am Montag hatte es seitens der Gewerkschaft zunächst geheißen, dass es neben anderen Bundesländern auch in Brandenburg zu Streiks kommt.

Verdi revidierte die Mitteilung wenige Stunden später und gab an, dass über einen Streik erst später entschieden werde. Jetzt ist klar, dass es am Donnerstag keine Arbeitsniederlegungen geben wird.

Verdi setzt vorerst auf Einigungen bei Verhandlungen

„Zwar sieht die Tarifkommission das aktuelle Angebot des Arbeitgebers als nicht ausreichend an“, so Verdi. „Mit Blick auf die Belastung der Fahrgäste durch einen Streik“, soll jedoch einer Einigung am Verhandlungstisch eine Chance gegeben werden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 27. März statt.

In den Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Verkehrsunternehmen geht es um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Brandenburg wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Während es in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein bereits zu Einigungen im Tarifstreit kam, sollen am Donerstag in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg die Busse und Bahnen stillstehen.