Eine vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beauftragte Dimap-Umfrage sieht 60 Prozent der Berlinerinnen und Berliner hinter einer Bewerbung auf die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Zwischen dem 19. und 25. März wurden 1205 Wahlberechtigte befragt: 38 Prozent sagten „Ja“, 22 Prozent „eher Ja“, während insgesamt 34 Prozent ablehnten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erklärte: „Die Umfrage bestärkt uns auf unserem Weg.“
Die Zahlen stehen in starkem Kontrast zu einer Civey-Umfrage im Auftrag des Tagesspiegels vom November 2025: Damals lehnten 67 Prozent der Befragten eine Bewerbung ab, nur 27 Prozent waren dafür. Die unterschiedlichen Auftraggeber, Institute und Zeiträume könnten die Diskrepanz teilweise erklären.
Olympische Spiele in Berlin umstritten
Das Bündnis „NOlympia“ hat ein Volksbegehren gegen die Bewerbung angekündigt. Sprecherin Gabriele Hiller warnte: „Wenn Berlin den Zuschlag bekommt, kann es passieren, dass es hinterher eine Ablehnung durch die Bevölkerung gibt.“ Ein Volksentscheid wäre frühestens 2027 möglich – nach der für September 2026 geplanten DOSB-Entscheidung über die deutsche Bewerberstadt.
Zuvor hatte eine pro-olympische Volksinitiative des Landesportbunds Berlin e.V. (LSB) in rund einem halben Jahr bereits 28.000 Unterschriften gesammelt. Der LSB hofft im Rahmen der Bewerbung auf Sportförderung für alle gesellschaftlichen Gruppen, Sanierung und Neubau von Sportstätten und Schwimmbädern sowie Investitionen in den Breitensport und die Sportinfrastruktur. Die Kampagne des Senats mit dem Slogan „Berlin gewinnt (mit) Olympia“ begann Ende Januar 2026.


