Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Bundespräsidenten und Parteikollegen Frank-Walter Steinmeier für seine Aussagen zu einer Bewerbung Deutschlands für die Olympischen Spiele kritisiert.
Steinmeier hatte zuletzt gesagt, er würde eine Bewerbung Deutschlands für die Olympischen Sommerspiele und Paralympischen Sommerspiele 2040 oder 2044 begrüßen.
Steinmeier lehnt Olympia-Bewerbung für 2036 ab
Olympia in Deutschland im Jahr 2036 lehnt er aber aus historischen Gründen ab: 1936, also genau 100 Jahre zuvor, war das nationalsozialistische Deutschland Ausrichter der Sommerspiele. Steinmeier sehe das Jahr 2036 als „historisch problematisch“ für eine deutsche Olympia-Bewerbung an, sagte ein Sprecher in Berlin.
Schröder sieht dies anders. Zwar sollten Steinmeiers Bedenken ernst genommen werden, so Schröder in einem Beitrag auf LinkedIn. „Eine Austragung der Spiele gerade zu diesem Datum in Deutschland würde die Chance eröffnen, der Weltöffentlichkeit, aber auch der jungen Generation in Deutschland, deutlich zu machen, was wir als demokratisches Deutschland aus unserer Geschichte gelernt haben“, so Schröder weiter. „Wir haben allen Grund auf diesen Teil unserer Geschichte stolz zu sein und das der Weltöffentlichkeit auch deutlich zu machen“.


