Weltwirtschaftsforum

Ukraine-Verhandlungen: Kreml-Gesandter nennt erste Gespräche „konstruktiv“

Verhandler von Russland und der Ukraine hatten jeweils Gespräche mit den USA im Zuge des Weltwirtschaftsforums angekündigt. Der russische Gesandte sprach von „konstruktiven Treffen“.

Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew (Mitte) bei einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (rechts) und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (links) in Moskau im Dezember 2025
Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew (Mitte) bei einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff (rechts) und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (links) in Moskau im Dezember 2025Kristina Kormilitsyna/imago

Der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew hat nach eigener Aussage „konstruktive“ Gespräche mit seinen US-Kollegen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine geführt. „Die Treffen sind konstruktiv, und immer mehr Menschen erkennen, dass Russlands Position richtig ist“, sagte Dmitrijew nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner vor Journalisten beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Zuvor hatte Dmitrijew auf X mitgeteilt, dass er in Davos angekommen sei, und postete dazu ein Friedenstauben-Emoji. Er hatte für die russische Regierung bereits im Dezember an Gesprächen im US-Bundesstaat Florida mit Kushner und Witkoff über die Zukunft der Ukraine teilgenommen. Auch diese Gespräche hatte Dmitrijew als „konstruktiv“ bezeichnet.

Auch der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerov hatte am Sonntag angekündigt, dass die Gespräche mit US-Vertretern beim Weltwirtschaftsforum fortgesetzt werden sollen. Bei den jüngsten Gesprächen standen laut Umerov besonders die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine und mögliche Sicherheitsgarantien im Fokus.

Die fünftägige Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in dem Schweizer Alpenort hatte am Montag begonnen. An dem Treffen nehmen neben hunderten Unternehmenschefs mehr als 60 Staats- und Regierungschefs teil, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Erstmals seit 2020 ist auch US-Präsident Donald Trump wieder persönlich dabei. (mit AFP)