Die Grunderneuerung der U-Bahnlinie U6 im Berliner Norden verzögert sich wohl erneut. Wie aus einer Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Björn Wohlert hervorgeht, mussten die Bauarbeiten zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz wegen der winterlichen Witterung im Dezember und Januar unterbrochen werden. Die bisherigen Terminpläne müssten nach Wiederaufnahme der Arbeiten „gegebenenfalls überarbeitet werden“, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit.
Eigentlich sollte die Strecke bereits im Frühjahr 2025 wieder in Betrieb gehen. Nachdem während der laufenden Arbeiten zusätzliche Schäden an alten Betonbauwerken entdeckt worden waren, verschob die BVG den Termin auf das zweite Halbjahr 2026. Jetzt wird das vierte Quartal 2026 als frühester Zeitraum genannt.
Aktuell sehe die Planung eine Inbetriebnahme im vierten Quartal 2026 vor, so die BVG. Sie weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die Pläne wohl angepasst werden müssen. Bis Ende 2025 habe man noch keine konkreten Hinweise gehabt, dass auch dieser Termin gefährdet sei.
Keine Teilinbetriebnahme der Abschnitte möglich
Eine vorzeitige Wiederaufnahme des U-Bahn-Betriebs auf Teilabschnitten schloss die BVG aus. Die komplexen elektrischen Systeme wie Stellwerkstechnik und Stromversorgung könnten nur als Ganzes in Betrieb genommen werden. Zudem fehlten Wendemöglichkeiten im gesperrten Abschnitt.
Seit November 2022 ist die Strecke vollständig gesperrt. Fahrgäste werden per Ersatzbus befördert. Die neuen Aufzüge an den Bahnhöfen Borsigwerke und Holzhauser Straße sollen laut BVG bis Herbst 2026 fertig sein.


