In Schlucht gestürzt

Türkei: Schwerer Busunfall mit mindestens acht Toten in Antalya

Bei widrigen Wetterbedingungen verlor ein Busfahrer in Antalya offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug. Die Provinz ist bei Touristen besonders beliebt.

Mindestens acht Menschen verloren am Sonntag in der Türkei bei einem Busunglück ihr Leben.
Mindestens acht Menschen verloren am Sonntag in der Türkei bei einem Busunglück ihr Leben.DHA/AFP

Ein Reisebus ist am Sonntagmorgen in der Provinz Antalya im Süden der Türkei von der Fahrbahn abgekommen und in eine Schlucht gestürzt. Bei dem Unglück kamen mindestens acht Menschen ums Leben, 26 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur der Provinz Antalya, Hulusi Sahin, mitteilte. Mehrere Verletzte befinden sich demnach zudem in lebensgefährlichem Zustand.

Der Bus der Gesellschaft Buzlu war laut der Nachrichtenagentur AFP mit 34 Passagieren an Bord auf der Route von Tekirdag im Nordwesten der Türkei nach Antalya unterwegs. Gegen 10.20 Uhr Ortszeit (8.20 Uhr MEZ) verlor der Fahrer im Stadtteil Dösemealti auf einem Autobahnkreuz der nördlichen Ringstraße die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Bus durchbrach Leitplanken und stürzte etwa 15 Meter in die Tiefe, wie aus einem Bericht des Nachrichtenportals Turkiye Today hervorgeht.

Als Ursache nannte Gouverneur Sahin die widrigen Wetterbedingungen: Die Fahrbahn war regennass und neblig. Der Bus sei „mit hoher Geschwindigkeit“ unterwegs gewesen. Ein Überlebender des Unglücks bestätigte gegenüber türkischen Medien, dass das Wetter schlecht gewesen sei und der Fahrer eine Kurve nicht bewältigt habe.

Justizminister ordnet Ermittlungen an

Rettungskräfte, Feuerwehr und Einsatzteams der Katastrophenschutzbehörde AFAD sowie Polizei und Gendarmerie wurden zum Unfallort entsandt. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Justizminister Yilmaz Tunc erklärte am Sonntag, dass ein stellvertretender Oberstaatsanwalt und zwei Staatsanwälte mit den Ermittlungen zur Unfallursache beauftragt worden seien.

Zur Nationalität der Opfer machten die Behörden zunächst keine Angaben. Die Millionenstadt Antalya an der türkischen Mittelmeerküste ist ganzjährig ein beliebtes Reiseziel für türkische und ausländische Touristen.

In der benachbarten Provinz Burdur ereignete sich türkischen Medienberichten zufolge am selben Tag ein weiterer tödlicher Verkehrsunfall: Bei einem Zusammenstoß zweier Pkw auf der Autobahn zwischen Antalya und Isparta nahe dem Kazak-Tunnel starben sieben Menschen, fünf weitere wurden verletzt. (mit AFP)