US-Präsident Donald Trump will seine geplante Reise nach China verschieben. Als Grund nennt er den Krieg mit dem Iran. Zugleich gibt es innerhalb der US-Regierung unterschiedliche Darstellungen zu den Hintergründen.
Trump sagte am Montag in Washington, er habe Peking um einen Aufschub von etwa einem Monat gebeten. „Ich würde sehr gerne kommen, aber wegen des Krieges möchte ich hier sein“, erklärte er vor Journalisten. Ursprünglich war die Reise vom 31. März bis zum 2. April geplant, ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping galt als zentraler Termin.
Peking hat den Besuch bislang nicht bestätigt. Trump betonte, die Beziehungen zu China seien „sehr gut“; angesichts des Konflikts mit dem Iran müsse er jedoch in Washington bleiben.
Trump knüpft Treffen an Bedingungen
Innerhalb der US-Regierung gibt es jedoch unterschiedliche Erklärungen für eine mögliche Verschiebung. Finanzminister Scott Bessent sagte dem Sender CNBC, sollte das Treffen verschoben werden, liege das an „logistischen Gründen“. Auslandsreisen seien in der aktuellen Lage möglicherweise nicht optimal, so Bessent weiter. Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte lediglich, Trump freue sich auf das Treffen, ein neuer Termin sei aber möglich.
Trump selbst hatte die Verschiebung zuvor auch mit Erwartungen an China verknüpft. In einem Interview mit der Financial Times stellte er in Aussicht, das Treffen zu verlegen, und verwies darauf, dass er vorab Unterstützung Pekings bei der Sicherung der Straße von Hormus sehen wolle. Zwei Wochen seien dafür eine lange Zeit, sagte er laut der Zeitung.
Parallel laufen Handelsgespräche zwischen beiden Ländern weiter. Delegationen aus den USA und China trafen sich am Wochenende in Paris. Nach Angaben aus Washington dienten die Gespräche auch der Vorbereitung der Reise. Der chinesische Vizehandelsminister Li Chenggang sprach laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua von „tiefgehenden, offenen und konstruktiven Konsultationen“. In einigen Punkten sei ein vorläufiger Konsens erreicht worden.
Überschattet werden die Gespräche von neuen Spannungen. Peking protestierte zuletzt gegen US-Untersuchungen zu mutmaßlich unfairen Handelspraktiken und Zwangsarbeit, die zu weiteren Zöllen führen könnten.


