Die ersten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus Oman an ein deutsches Unternehmen haben offenbar trotz des Krieges im Iran begonnen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, teilte dies ein Sprecher des staatlichen deutschen Gasversorgers Secure Energy for Europe (Sefe) am Mittwoch mit.
Die Lieferungen seien derzeit von den Entwicklungen in der Golfregion unberührt und hätten wie geplant begonnen, so der Sprecher. Im März 2024 unterzeichnete Oman LNG einen Kaufvertrag mit Sefe.
Blockierte Straße von Hormus: LNG-Handel beeinflusst
Der Vertrag folgt auf eine frühere Vereinbarung, in deren Rahmen Oman LNG ein verbindliches Term Sheet unterzeichnet hatte, um Sefe ab 2026 jährlich 0,4 Millionen Tonnen LNG zu liefern.
Durch die seit dem Iran-Krieg blockierte wichtige Handelsroute der Straße von Hormus suchen zahlreiche Länder – vor allem in Asien – nach Ersatz für ausgefallene Gaslieferungen.
Durch die Straße von Hormus, über die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels läuft, kommt der Schiffsverkehr laut Reuters derzeit weitgehend zum Erliegen. Ein erheblicher Teil der Lieferungen fällt damit aus. Zuletzt berichtete die New York Times, dass in diesem Jahr rund 28 Millionen Tonnen LNG aus dem Nahen Osten den Weltmarkt nicht mehr erreichen könnten, ausgelöst durch blockierte Transportwege und Angriffe auf Produktionsanlagen.


