Nach einem Schusswaffenangriff in der texanischen Hauptstadt Austin mit zwei Toten und 14 Verletzten prüft die US-Bundespolizei FBI einen möglichen terroristischen Hintergrund. Bei dem Schützen und in seinem Fahrzeug seien „Hinweise“ gefunden worden, die auf einen Zusammenhang mit Terrorismus hindeuteten, erklärte Alex Doran, der amtierende Leiter des FBI-Büros in San Antonio laut der Nachrichtenagentur AP. „Es ist noch zu früh, um eine endgültige Einschätzung abzugeben", sagte Doran.
Der Angriff ereignete sich dem Bericht zufolge in der Nacht zum Sonntag gegen 2 Uhr morgens vor dem „Buford's Backyard Beer Garden“ an der Sixth Street, einem bei Nachtschwärmern beliebten Ausgehviertel mit zahlreichen Bars und Musikclubs, nur wenige Kilometer von der University of Texas entfernt.
Wie Polizeichefin Lisa Davis schilderte, fuhr der Angreifer mit seinem Geländewagen mehrfach an der Bar vorbei, bevor er anhielt und mit einer Pistole aus dem Fahrzeugfenster auf Gäste auf der Terrasse und vor dem Lokal schoss. Anschließend parkte er den Wagen, stieg mit einem Gewehr aus und feuerte auf Passanten in der Umgebung. Drei herbeigeeilte Polizisten erschossen den Mann.
Der Leiter des Rettungsdienstes, Robert Luckritz, erklärte, dass am Tatort drei Tote aufgefunden wurden – darunter der Schütze selbst – und 14 Verletzte in Krankenhäuser gebracht wurden. Drei von ihnen befanden sich am Sonntag weiterhin in kritischem Zustand. Der Name des Angreifers wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Sicherheitsbehörden in USA in Alarmbereitschaft
Der Vorfall fällt in eine Phase erhöhter Sicherheitslage in den USA: Nach dem Beginn der Militärangriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag sind die Sicherheitsbehörden in vielen US-Städten in höchster Alarmbereitschaft. FBI-Chef Kash Patel wies laut der Nachrichtenagentur AFP die Anti-Terror- und Geheimdienstteams an, alle verfügbaren Sicherheitsmittel zu mobilisieren. Die Militärbehörden in Texas hatten zuvor angekündigt, Einsatzkräfte zum Schutz der Bevölkerung und kritischer Infrastruktur vor möglichen Vergeltungsdrohungen zu entsenden.
In einem weiteren Vorfall am selben Wochenende wurden bei einer Schießerei in einem Nachtclub in Cincinnati im Bundesstaat Ohio neun Menschen verletzt. Laut dem dortigen Interims-Polizeichef Adam Hennie waren die Verletzungen jedoch nicht lebensbedrohlich.

