Ketchup-Test

Testsieger: Ostdeutscher Ketchup setzt sich gegen Konkurrenten durch

Stiftung Warentest kürt Thüringer Tomatenketchup zum Testsieger. Bekannte Marken fallen durch hohen Zuckergehalt auf.

Der Ketchup von Born aus Erfurt hat bei der Stiftung Warentest als bestes von 23 Produkten abgeschnitten.
Der Ketchup von Born aus Erfurt hat bei der Stiftung Warentest als bestes von 23 Produkten abgeschnitten.Christin Klose/dpa

Der Erfurter Ketchup-Hersteller Born hat bei einer umfassenden Untersuchung von Stiftung Warentest den ersten Platz unter 23 getesteten Produkten belegt. In der April-Ausgabe der Zeitschrift „Test" erhielt die Thüringer Würzsoße die Gesamtnote 1,8 („gut") und verwies damit sämtliche Mitbewerber auf die hinteren Ränge.

Besonders beim sensorischen Urteil – also der Bewertung von Geruch, Geschmack und Konsistenz – vergaben die Prüfer die Bestnote „sehr gut". Der Ketchup überzeuge mit einem intensiven, frisch-fruchtigen Geschmack, so die Tester.

Auch bei der Verpackung punktet Born: Die Glasflasche wurde für ihre gute Recycelbarkeit gelobt. Viele Konkurrenzprodukte setzen dagegen auf Plastikflaschen, die in der Wiederverwertung schlechter abschneiden. Preislich bewegt sich der Testsieger laut Stiftung Warentest im Mittelfeld.

Zuckergehalt als entscheidender Faktor

Ein wesentliches Kriterium im Test war der Zuckergehalt der Ketchups. Born kommt auf 14,7 Gramm Zucker pro 100 Gramm – ein moderater Wert im Vergleich zum Testfeld. Eine deutlich bekanntere Ketchup-Marke enthält dagegen 26 Gramm Zucker pro 100 Gramm, was laut Stiftung Warentest zu einer Abwertung im Gesamturteil führte.

Für seinen Ketchup bezieht Born Tomatenmark aus Portugal, wie die Thüringer Allgemeine berichtet. Geschäftsführer Thomas Heinz erklärte gegenüber der Zeitung, dass seit der Veröffentlichung der Testergebnisse der Onlinehandel spürbar angezogen habe. Das gute Abschneiden bei Stiftung Warentest dürfte dem regionalen Hersteller damit auch über Thüringen hinaus zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen.