Eine am Donnerstag vorgestellte Studie hat neue Erkenntnisse über Adoptionen in der DDR geliefert. Der Bericht kommt demnach zu dem Schluss, dass bei es den insgesamt 95.000 Adoptionen zwischen 1945 und 1990 in der Sowjetischen Besatzungszone und der nachfolgenden DDR in rund elf Prozent der Fälle zu „übertriebener und unverhältnismäßiger Härte“ seitens der DDR-Jugendhilfe gekommen sei. Rund 10.450 Adoptionen könnten demnach aufgrund von „alltäglichen Krisen“ entstanden sein.
Es hätten jedoch kaum systematische Maßnahmen festgestellt werden könnten, die eine politische Verfolgung der leiblichen Eltern zum Ziel hatten, erklärte Anke Dreier-Horning vom Deutschen Institut für Heimerziehungsforschung (DIH). „Ein planvoll und systematisch durchgeführtes, politisch motiviertes Vorgehen der DDR im Rahmen von Adoptionsverfahren“ habe es nicht gegeben.

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